Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im PVW beginnt mit der Aufnahme in die Psychotherapeutenkammer. Das gilt derzeit für Niedersachsen sowie Bremen, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie entsteht kraft Gesetzes, ein Vertrag wird nicht geschlossen. Die Mitgliedsunterlagen erhalten Neumitglieder automatisch vom PVW, die dazu nötigen Kontaktdaten liegen schon in der jeweiligen Kammer vor.

Während der Zugehörigkeit zum Versorgungswerk erwerben Mitglieder durch regelmäßige Beitragszahlungen eine Anwartschaft auf eine spätere Altersrente sowie – wenn das Mitglied nachprüfbar seinen Beruf nicht mehr ausüben kann – auf eine Berufsunfähigkeitsrente. Mit der Mitgliedschaft ist im Todesfall auch eine Versorgung der Hinterbliebenen verbunden.

Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Ausbildung (PiAs) in den genannten Bundesländern sind ebenfalls Mitglieder im PVW. Für diese Personengruppe ruht jedoch während der Dauer der praktischen Ausbildung die Beitragspflicht. Eine Mitgliedschaft bleibt auch beim Eintritt des Versorgungsfalls bestehen.

Alle Regelungen zur Mitgliedschaft enthält die Satzung des PVW in ihrem 2. Abschnitt mit den §§ 13, 14, 15.

Vorteile einer Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft in einem Versorgungswerk hat gegenüber anderweitigen Angeboten einer Altersversorgung – seien sie gesetzlich oder privat – klar benennbare Vorteile:

  • Es besteht ein sehr günstiges Beitrags-Leistungs-Verhältnis, denn es gibt keinen Versicherungsvertrieb und entsprechend keine Kosten für Provisionen, Abschlussgebühren oder Werbung.
  • Das PVW bietet das komplette Leistungspaket, bestehend aus der Absicherung für Alter, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebene.
  • Der Schutz setzt bereits nach der zwölften Beitragszahlung ein; ab diesem Zeitpunkt hat das Mitglied Anspruch auf BU-Rente.
  • Mitglieder sparen für die eigene Rente. Sie sind nicht von den Beitragsleistungen zukünftiger Generationen oder staatlichen Zuschüssen abhängig.
  • Die Versorgungshöhe ist flexibel. Ist eine höhere Rente gewünscht, können Mitglieder durch zusätzliche freiwillige Beiträge ihre Anwartschaft anpassen.
  • Die Selbstverwaltung bietet eine große Gestaltungsmöglichkeit: Das Versorgungswerk ist eine Organisation von Mitgliedern für Mitglieder. Daher ist sie an den Anforderungen des eigenen Berufsstandes orientiert, was Services, Beitragsgestaltung und Leistungen angeht.
  • Durch die große Solidargemeinschaft werden Leistungen wie die Berufsunfähigkeitsrente oder Zuschüsse zur Rehabilitation erst möglich. Denn alle Kammermitglieder aus Niedersachsen sowie Bremen, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz sind auch im Versorgungswerk Mitglied.

Befreiung von der Mitgliedschaft

Für Kammermitglieder und PiAs ist die Mitgliedschaft im PVW obligatorisch – es besteht eine Pflichtmitgliedschaft. Unter bestimmten Umständen ist jedoch eine Befreiung auf Antrag möglich. Dies betrifft Mitglieder,

  • die ausschließlich angestellt tätig oder verbeamtet sind, für die Dauer dieser Arbeitsverhältnisse.
  • die auf Antrag oder kraft Gesetzes in der Deutschen Rentenversicherung pflichtversichert sind.
  • die in einer anderen öffentlich-rechtlichen berufsständischen Versorgungseinrichtung Pflichtmitglied sind und diese Pflichtmitgliedschaft dort fortsetzen.
  • die bei Mitgliedsbeginn das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben.

Fallen die Befreiungsvoraussetzungen weg, wird die Befreiung unwirksam. Das befreite Mitglied hat das PVW über den Wegfall zu informieren.

Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im PTV endet, wenn:

  • das Mitglied nicht mehr einer Psychotherapeutenkammer der Bundesländer Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Hessen oder Rheinland-Pfalz angehört,
  • ein Antrag auf Befreiung genehmigt wurde.

Die erworbene Anwartschaft bleibt für das ehemalige Mitglied in der Regel beitragsfrei bis zum Zeitpunkt des Rentenbezugs aufrechterhalten.

Eine freiwillige Fortsetzung der Mitgliedschaft im PVW kann eine Person, die nicht mehr Mitglied in der Psychotherapeutenkammer ist, innerhalb von sechs Monaten beantragen, wenn keine Beiträge erstattet oder übertragen worden sind. Bei Beendigung der Mitgliedschaft im PVW und einer folgenden Mitgliedschaft in einem anderen berufsständischen Versorgungswerk ist eine Überleitung der bis dahin eingezahlten Beiträge möglich, sofern dies durch ein Überleitungsabkommen zwischen den Versorgungswerken geregelt ist.

Freiwillige Fortsetzung der Mitgliedschaft

Falls die Mitgliedschaft in der Psychotherapeutenkammer endet, können Mitglieder diese freiwillig im PVW fortsetzen. In diesem Fall bleibt die bereits erworbene Anwartschaft aus der Pflichtmitgliedschaft aufrechterhalten und wird später als Altersrente ausgezahlt. Sogar die Berufsunfähigkeitsrente bleibt bei weiterer Beitragszahlung bestehen. Für die freiwillige Fortsetzung der Mitgliedschaft ist ein Antrag notwendig. Auch für deren Beendigung bedarf es einer schriftlichen Erklärung.

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